Landwirtschaft

Landwirtschaft

Düngung:
Der Nährstoff Kalk ist unentbehrlich für alle Pflanzen. Die Fruchtbarkeit eines landwirtschaftlich genutzten Bodens hängt neben dem Humusgehalt vor allem von einem ausgewogenen Kalkgehalt ab. Kalk wird dem Boden ständig durch Säureeintrag über die Luft (saurer Regen) und über die Ernte entzogen. Ohne regelmäßigen Ersatz dieser Verluste würden die Böden bald unfruchtbar. Deshalb ist die regelmäßige Kalkung in der Landwirtschaft bereits seit dem 18. Jahrhundert gute - und ökologische - Praxis.

Außerdem verbessert Kalk die physikalischen Eigenschaften der Ackerkrume: Der Boden wird aufgelockert. Die Oberfläche kann auch nach starken Regenfällen nicht so stark verschlämmen und verkrusten. Kalkreiche Böden bieten Bedingungen, die die Aktivität von Kleinlebewesen begünstigen. Denn ohne Kleinlebewesen ist eine Verbesserung des Bodens nicht möglich.

Kalkanstrich zur Hygiene:

Der seit langem übliche Kalkanstrich von Ställen schützt die Tiere vor Seuchen und Krankheiten. Er hat desinfizierende und hygienisierende Eigenschaften.

Liegeboxenkalk:

Die antibakterielle Eigenschaft des Kalkes wird auch beim Einsatz als Liegeboxenkalk genutzt. Bei den so genannten Kalk-Stroh-Matratzen wird durch den Kalkanteil der pH-Wert im Liegebereich der Kühe erhöht und somit eine Verbesserung der Stallhygiene erreicht. Dies führt zu einer verbesserten Klauen- und Eutergesundheit.